Am letzten Sonntag (19.03.) ging’s mir schon nicht so gut, aber da das Auto nun mal gemietet war (und da bin ich ganz Schwäbin), machten wir dennoch eine kleine Rentnerinnen-Fahrt (soll heißen: viel Autofahren, wenig zu Fuß gehen) Richtung Oviedo. Meine Oviedo-Referenz ist der Woody-Allen-Film „Vicky, Cristina, Barcelona“, in dem der gut aussehende Juan Antonio alias Javier Bardem die beiden Mädels in seinem Privat-Propeller-Maschinchen nach Oviedo entführt, um sie dort zu VERführen. Das gelingt nur bei einer – die andere (Scarlett Johansson) kotzt ob der verspeisten Meeresfrüchte. Aber ich schweife ab…
Die Drei im Film besuchen die beiden äußerst fotogenen romanischen Kirchlein, die dort bei Oviedo in der asturischen Landschaft rumstehen, und natürlich taten wir es ihnen nach. Für Cova war es eine Reise in ihre Kindheit, weil sie dort früher manchmal mit ihren Eltern und ihren Schwestern war. Leider waren die Kirchlein ausgerechnet heute geschlossen, so dass wir ein paar Außenansichtsfotos machten und dann weiterzogen.






Nach Stadt war mir in meinem angeschlagenen Zustand gar nicht – Oviedo downtown samt Kathedrale muss also weiterhin ohne meinen Besuch auskommen. Stattdessen wies uns Frau Komoot (mit Unterstützung von Herrn Googlemaps) den Weg zu einem weiteren Kirchlein (auch geschlossen) und zum Mirador Meandros del Nora, also einem Aussichtspunkt, von dem aus man sieht, wie sich das Flüsschen Nora durch die Landschaft mäandert. Und sie mäanderte herzallerliebst, die gute Nora.




Was Leser:in auf den Fotos auch gut sehen kann: Die asturische Landschaft ist grün und recht lieblich und immer sind die „Picos de Europa“ irgendwo im Hintergrund. Aktuelle Schneelage: miserabel! – auch hier: Viel zu wenig Niederschlag.
Anders als in Deutschland (wo ja auch Jakobswege verlaufen, man die Wegmarkierung jedoch leicht übersehen kann, wenn man nicht dafür sensibilisiert ist), stolpert man hier allerorten über unübersehbare Wegzeichen und Warnschilder wegen Weg-kreuzender Pilger. Denn hier verläuft der vermutlich am zweithäufigsten begangene Jakobsweg, der Camino del Norte. Gesehen haben wir keine Pilgerlein – sonst hätten wir ihnen einen guten Weg gewünscht. #buencamino

Da ich nach mäandernder Nora und nicht mäandernden Pilgern ziemlich platt war, fuhren wir nach Hause, gaben das Auto ab und ich fiel ohne Umwege ins Bett, um mich wovon auch immer zu kurieren.
Und da das alles gestern und auch heute nicht wirklich besser wurde, war ich heute morgen bei einer Ärztin. Nun wissen wir: Ich werde durchkommen und schon allein dieses Wissen lässt mich deutlich spürbar gesunden. Das wird wieder! Heute also noch schön langsam und morgen dann hoffentlich Weiterreise Richtung Bilbao. #guggenheim