
Zum Abschied gab es von Familie T. einen Bembel!
Für Nicht-Eingeweihte: Ein Bembel ist (laut Herrn Wikipedia) eine dickbauchige Steinzeugkanne, in der in Südhessen der Apfelwein ausgeschenkt wird, aber auch in einigen Regionen Deutschlands ein gebräuchlicher Begriff für Sticker, Aufkleber, Aufnäher, Badge. Man munkelt, es gäbe auch den Bembel-Orden. Und darauf geht wohl die Familien-interne Tradition zurück, für besondere Verdienste einen (rein sprachlichen) Bembel zu vergeben. Und im letzten Urlaub mit Familie T. lebte diese Tradition wieder auf! Und so ging der erste Bembel der Reise an Silke! Für die Idee und fürs einfach loswandern!

Wie sich am Wegverlauf sehen lässt, ging es heute viel geradeaus. Aufm Deich, nebenm Deich, nebenm Kanal (Weser-Seitenarm oder was auch immer), entlang endloser Wiesen oder Alleen… gääähn! Gelegentlich bot sich theoretisch die Gelegenheit zur Überfahrt, jedoch hätten sich jenseits des Wassers ja keine spannenderen Wege aufgetan, also lies ich‘s bleiben!




Das Wetter hat heute keinen Bembel verdient, auch nicht den kleinsten. Immer wieder regnete es über allen Wegen, Kanälen und Alleen. Landregen. Schnürlesregen.

Da heute Sonntag ist, hielt sich der landwirtschaftliche Verkehr in Grenzen. Aber wenn, wäre das Ausweichmanöver doch recht eindeutig geregelt gewesen. 🙂
Nach 4 Stunden 15 Minuten und 15,3 km war das heutige Etappenziel erreicht: Mein Hotelzimmer in Verden. Aufgrund der geschundenen Füße und Beine werde ich es vorerst nicht mehr verlassen und morgen vllt. doch die Deutsche Bahn bemühen. Verden – Eystrup: 12 Minuten. Das ist verlockend…
Der Bembel des heutigen Tages geht an alle Jogger zwischen Achim und Verden für ihre Motivation, bei strömendem Regen etwas für ihre Fitness zu tun.